Untermieter

UntermieterViele Menschen entscheiden sich heute, mit einem Untermieter zusammenzuleben, um die finanzielle Belastung durch die Miete für eine Wohnung zu senken. Dabei bleibt der Hauptmieter einziger Vertragspartner des Vermieters.

Der Untermieter hingegen schließt einen Vertrag mit dem Hauptmieter. Diese Form des Zusammenlebens wird dabei auch als WG bezeichnet, also als Wohngemeinschaft.

 

Die WG: Vor- und Nachteile des Zusammenlebens

Die WG – eine Form des Zusammenlebens, die viele Vor-, aber auch Nachteile mit sich bringt. Um diese herauszufinden, muss man unterscheiden. Und zwar in die Zweck-WG und die Nichtzweck-WG.

 

Die Vor- und Nachteile der Zweck-WG

Handelt es sich um eine Zweck-WG, so kann man ungestört und eigenständig leben und muss sich nicht dauerhaft mit seinen Mitbewohnern bzw. dem Untermieter auseinandersetzen. Die gemeinsamen Kochabende entfallen ebenso, wie die WG-Partys und Putzaktionen. Die einmal gekauften und markierten Inhalte des Kühlschranks bleiben unangetastet und da genauso für Telefon, Internet und Nebenkosten individuelle Anschlüsse und Verträge bestehen, gibt es keine Probleme bei der Abrechnung.

 

 

Doch die Vorteile der Zweck-WG sind auch gleichzeitig deren Nachteile. Das Gemeinschaftsgefühl kann aufgrund fehlender gemeinsamer Aktivitäten nicht realisiert werden. Mitunter kann man in der Zweck-WG sogar einsam werden und die zwischenmenschliche Kommunikation geht verloren.

 

Die Vor- und Nachteile der Nichtzweck-WG

Bei der Nichtzweck-WG liegen die Vor- und Nachteile genau anders herum. Das Gemeinschaftsgefühl wird durch gemeinsames Kochen und Putzen, durch WG-Partys und Co. gestärkt. Die zwischenmenschliche Kommunikation ist vorhanden. Doch als nachteilig erweisen sich die Pflichten, wie das Abwaschen, Aufräumen und Putzen mitunter auch. Denn allzu oft gibt es Streit um den Putzplan. Durch einen gemeinsamen Telefon- und Internetanschluss kann es sogar aufgrund der Kostenabrechnung zu Problemen kommen.

 

Was sollte man in der WG beachten?

Doch auch bei einer WG-Gründung ist durchaus so einiges zu beachten. Zunächst müssen die passenden Untermieter gefunden werden und dafür muss klar sein, welche der oben genannten Formen einer WG angestrebt wird. Als Faustregel gilt: Der Altersunterschied sollte nicht zu groß sein, die Lern- und Partygewohnheiten sollten ähnlich liegen und auch die Vorstellungen von Sauberkeit und Hygiene sollten übereinstimmen.

 

 

Ebenfalls entscheidend ist die richtige Wohnung. Dafür sollten die Zimmer für die einzelnen Untermieter etwa gleich groß sein. Die Anzahl der Badezimmer muss der Personenanzahl in der WG angepasst sein und es müssen gleichermaßen gemeinsam Geräte oder Möbel, etwa für die Küche, angeschafft werden.

 

Der richtige Mietvertrag für Untermieter

Wichtig ist zudem der richtige Mietvertrag und hier gibt es verschiedene Optionen. Im Mietvertrag kann ein Hauptmieter festgelegt werden. Die übrigen Mitbewohner gelten zwar als Untermieter, haben aber nicht die gleichen Rechte und Pflichten. Hier sollte vertraglich festgelegt werden, dass die übrigen Mitbewohner genauso dann in der Wohnung bleiben können, wenn der Hauptmieter auszieht. Seltener wird ein Mietvertrag mit dem Vermieter geschlossen, wobei der Mieter dann einen Untermietvertrag ausstellt. Das ist zwar grundsätzlich möglich, bedarf aber in aller Regel der Zustimmung des Vermieters.

Im Vertrag sollten auch alle Rechte und Pflichten der einzelnen WG-Mitbewohner festgehalten werden. Dazu zählen etwa anteilsmäßige Zahlung der Miete, der Kaution und Nebenkosten, Aufstellung eines Putzplans, der niemanden benachteiligt usw.